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Fachspezifische Prüfungsordnung
für den Masterstudiengang ,,Mathematik" an der Universität Bremen
Vom 5. August 2015
Der Fachbereichsrat 3 (Mathematik/Informatik) hat auf seiner Sitzung am 5. August 2015
gemäß § 87 Absatz 1 Nummer 2 des Bremischen Hochschulgesetzes (BremHG) i. V. m. §
62 BremHG in der Fassung der Bekanntmachung vom 9. Mai 2007 (Brem.GBI. S. 339), zuletzt geändert durch Artikel 1 Drittes HochschulreformG vom 24. März 2015 (Brem.GBl. S.
141), folgende Prüfungsordnung beschlossen:
Diese fachspezifische Prüfungsordnung gilt in Verbindung mit dem Allgemeinen Teil der Prüfungsordnungen für Masterstudiengänge (AT MPO) der Universität Bremen vom 27. Januar
2010 in der jeweils gültigen Fassung.
§ 1
Studienumfang und Abschlussgrad
(1) Für den erfolgreichen Abschluss des Masterstudiengangs ,,Mathematik" sind insgesamt
120 Leistungspunkte (Credit Points = CP) nach dem European Credit Transfer System zu
erwerben. Dies entspricht einer Regelstudienzeit von vier Fachsemestern.
(2) Aufgrund der bestandenen Masterprüfung wird der Abschlussgrad
Master of Science
(abgekürzt M. Sc.)
verliehen.
§ 2
Studienaufbau, Module und Leistungspunkte
(1) Der Masterstudiengang ,,Mathematik" wird als Masterstudium gemäß § 4 Absatz 1 AT
MPO studiert.
(2) Das Studium gliedert sich in:
- Pflicht- und Wahlmodule zum Fachstudium der Mathematik (75 CP),
- die Masterarbeit inkl. Kolloquium (30 CP)
- sowie Module zum Studium eines Anwendungsfachs (15 CP Anlage 3).
Das Prüfungsangebot in der Mathematik kann den folgenden vier Vertiefungsrichtungen zugeordnet werden: Algebra, Analysis, Numerik und Stochastik & Statistik. Die Vorgaben für
das Studium der Vertiefungsrichtungen sind in Absatz 6 dargestellt.
(3) Die Anlage 1 regelt die zu erbringenden Prüfungsleistungen und stellt den Studienverlauf
dar. Die konkrete Ausgestaltung des Anwendungsfaches ist in der Anlage 3 geregelt.
(4) Module der Mathematik werden als Pflicht- oder Wahlmodule durchgeführt. Die im Studienplan vorgesehenen mathematischen Pflicht- oder Wahlmodule werden mindestens im
jährlichen Turnus angeboten. Für die Pflicht-, Wahlpflicht- und Wahlmodule in den Anwendungsfächern gelten die Regelungen der jeweiligen fachspezifischen Prüfungsordnungen in
der geltenden Fassung.
(5) Module im Pflichtbereich Mathematik werden in deutscher Sprache, Module im Wahlpflicht- und Wahlbereich in deutscher oder englischer Sprache durchgeführt.
(6) Wahlmodule können im Wahlbereich Mathematik und im Wahlbereich Ergänzungsfach
erbracht werden.
a) Der Wahlbereich Mathematik gliedert sich in die Wahlbereiche VL-1, VL-2 und Sem-3.
In diesen Wahlbereichen VL-1, VL-2 und Sem-3 sind zwei Module zu absolvieren. Es
können bis zu zwei Module zusätzlich im Wahlbereich Mathematik erbracht werden.
Diese werden gemäß § 25 Absatz 2 und 3 AT MPO als Freiwillige Zusatzleistungen in
der Bescheinigung erbrachter Prüfungsleistungen ausgewiesen.
b) Jeder Studierende wählt entweder Algebra, Analysis, Numerik oder Stochastik &
Statistik als mathematische Vertiefungsrichtung, die Festlegung muss spätestens mit
der Anmeldung zur Masterarbeit erfolgen. Aus dieser Vertiefungsrichtung müssen
jeweils genau ein Modul aus den Wahlbereichen VL-1, VL-2, Sem-3 sowie aus dem
Pflichtbereich Mathematik mindestens ein Reading Course absolviert werden. Die
weiteren Module aus den Wahlbereichen VL-1, VL-2, Sem-3 müssen aus anderen als
der mathematischen Vertiefungsrichtung gewählt werden.
c) Der Wahlbereich Ergänzungsfach kann dem Erwerb berufsbezogener Qualifikationen
dienen. Wahlweise kann ein weiteres Mathematikmodul (siehe Anlage 2) belegt
werden.
(7) Die den Modulen jeweils zugeordneten Lehrveranstaltungen werden in den Modulbeschreibungen ausgewiesen.
(8) Lehrveranstaltungen werden gemäß § 6 Absatz 1 AT MPO durchgeführt.
(9) Studierende können ein mehrwöchiges Berufspraktikum im Rahmen des
Ergänzungsfachs absolvieren. Das Praktikum kann mit 6 CP im Ergänzungsfach
angerechnet werden. Es ist ein Praktikumsbericht (Studienleistung) anzufertigen. Näheres
regelt die Praktikumsordnung.
(10) Das gewählte Anwendungsfach ist im Umfang von 15 CP zu studieren. Es muss das
gleiche Anwendungsfach wie im Bachelorstudium belegt werden. Ausnahmeregelungen sind
nur mit Zustimmung des Prüfungsausschusses und nach Rücksprache mit den fachlich
Zuständigen des Anwendungsfaches möglich. Näheres regelt Anlage 3.
§ 3
Prüfungen
(1) Jedes Modul wird gemäß AT MPO § 5 Absatz 8 und Absatz 9 mit einer Modul- oder
Kombinationsprüfung abgeschlossen. Eine Modulprüfung besteht aus einer Prüfungs- oder
Studienleistung. Wird das Modul mit mehreren Prüfungs- und Studienleistungen oder eine
Kombination aus diesen abgeschlossen, handelt es sich um eine Kombinationsprüfung. Eine
Prüfungsleistung wird benotet. Eine Studienleistung wird mit ,,bestanden" oder mit ,,nicht bestanden" bewertet, sie kann benotet werden. Die Note dient in diesem Fall der Information
der Studierenden über ihren Leistungsstand und wird bei der Festlegung der Modulnote oder
Gesamtnote nicht berücksichtigt. Näheres regeln die Anlagen 1 und 2 dieser Ordnung.
(2) Studienleistungen können in einer oder mehreren der folgenden Formen erbracht werden:
1. Bearbeiten von Übungsaufgaben und ggf. Vortragen von Lösungen,
2. Klausur von mindestens 60 Minuten und maximal 120 Minuten Dauer, dies kann ganz
oder teilweise in Multiple-Choice-Form erfolgen (Näheres dazu regelt Anlage 4),
3. schriftliche Ausarbeitung von 10 bis 15 Seiten,
4. mündliches Fachgespräch von etwa 15 Minuten Dauer.
5. Praktikumsbericht.
(3) Prüfungen werden in den Formen gemäß §§ 8 ff. AT MPO, durchgeführt. Der Prüfungsausschuss kann im Einzelfall auf Antrag einer Prüferin oder eines Prüfers weitere Prüfungsformen zulassen.
(4) Das erneute Angebot von Prüfungen kann in einer anderen als der ursprünglich durchgeführten Form erfolgen. In den Wahlbereichen zu den Vertiefungsrichtungen und zur Verbreiterung gelten die Wiederholungsregelungen von Wahlmodulen gemäß § 5 Absatz 2 AT
MPO.
(5) Bearbeitungsfristen und Umfang von Prüfungen und Studienleistungen werden den Studierenden zu Beginn des Moduls mitgeteilt.
(6) Prüfungen oder Teile von Prüfungen können in Multiple-Choice-Form durchgeführt werden. Näheres wird in Anlage 4 festgelegt.
§ 4
Anrechnung von Studien- und Prüfungsleistungen
Die Anrechnung von Studien- und Prüfungsleistungen erfolgt gemäß § 22 AT MPO in der
jeweils gültigen Fassung.
§ 5
Zulassungsvoraussetzungen für Module
Es gibt keine Zulassungsvoraussetzungen für einzelne Module.
§ 6
Modul Masterarbeit (und Kolloquium)
(1) Voraussetzung zur Anmeldung zur Masterarbeit ist der Nachweis von mindestens 63 CP.
(2) Die Masterarbeit kann in einer der folgenden Vertiefungsrichtungen geschrieben werden:
Algebra, Analysis, Numerik und Stochastik & Statistik. Voraussetzung für Anmeldung ist,
dass die zur Vertiefungsrichtung gehörigen Module aus den Wahlbereichen VL-1, VL-2,
Sem-3 sowie mindestens eines der beiden Module Reading Course 1 und Reading Course 2
in der gewählten Vertiefungsrichtung bestanden wurden.
(3) Für die Masterarbeit inklusive des zugehörigen Kolloquiums werden 30 CP vergeben.
(4) Die Bearbeitungszeit der Masterarbeit beträgt 26 Wochen. Der Prüfungsausschuss kann
auf begründeten Antrag eine einmalige Verlängerung um maximal acht Wochen genehmigen.
(5) Die Masterarbeit wird als Einzel- oder als Gruppenarbeit mit bis zu drei Personen erstellt.
Bei einer Gruppenarbeit muss der Beitrag jedes einzelnen Gruppenmitglieds klar erkennbar,
abgrenzbar und bewertbar sein.
(6) Zur Masterarbeit findet ein Kolloquium statt. Für Masterarbeit und Kolloquium wird eine
gemeinsame Note gebildet. Die Masterarbeit fließt dabei mit 90% und das Kolloquium mit
10% in die gemeinsame Note ein, die Berechnung erfolgt gemäß § 16 Absatz 3 AT MPO in
der jeweils geltenden Fassung.
§ 7
Gesamtnote der Masterprüfung
(1) Die Gesamtnote wird als gewichtetes arithmetisches Mittel aus den Noten der Module
gebildet, in denen benotete Prüfungen abgelegt wurden.
(2) Dabei werden die Noten der Module des Wahlpflichtbereichs Mathematik und die Module
des Anwendungsfaches jeweils mit der zugehörigen Zahl der Leistungspunkte gewichtet, die
Note des Abschlussmoduls erhält das Gewicht 50 CP.
(3) Die Module im Wahlbereich Mathematik, die der gewählten Vertiefungsrichtung der
Masterarbeit entsprechen, sowie das Modul im Wahlbereich Sem-3, das nicht der
Vertiefungsrichtung der Masterarbeit zuzuordnen ist, gehen in die Gesamtnote ein. Von den
beiden Modulen aus den Wahlbereichen VL-1 und VL-2, die nicht der Vertiefungsrichtung der
Masterarbeit angehören, geht nur das Modul mit der besseren Note in die Gesamtnote ein.
(4) Werden in den Wahlbereichen VL-1 und VL-2 zusätzliche Module gemäß § 2 Absatz 5
absolviert, geht aus allen Modulen der Wahlbereiche VL-1 und VL-2, die nicht der
Vertiefungsrichtungen der Masterarbeit entsprechen, nur das Modul mit der besten Note in
die Gesamtnote ein.
(5) Werden im Wahlbereich Sem-3 zusätzliche Module gemäß § 2 Absatz 5 absolviert, geht
aus allen Modulen, die nicht der Vertiefungsrichtungen der Masterarbeit entsprechen, nur
das Modul mit der besten Note in die Gesamtnote ein.
(6) Prüfungsleistungen im Ergänzungsfach gehen nicht in die Berechnung ein.
(7) Unbenotete Leistungen fließen nicht in die Berechnung ein.
§ 8
Geltungsbereich und Inkrafttreten
(1) Diese Prüfungsordnung tritt nach der Genehmigung durch den Rektor mit Wirkung vom
1. Oktober 2015 in Kraft. Sie wird im Amtsblatt der Freien Hansestadt Bremen veröffentlicht.
Sie gilt für Studierende, die ab dem Wintersemester 2015/16 erstmals im Masterstudiengang
,,Mathematik" ihr Studium aufnehmen.
(2) Studierende, die vor dem Wintersemester 2015/16 ihr Studium aufgenommen haben und
gemäß der Prüfungsordnung vom 21. August 2013 studieren, wechseln auf der Grundlage
einer Äquivalenztabelle, die dem Genehmigungsschreiben beigefügt ist, in die vorliegende
Prüfungsordnung. Auf Antrag an den Prüfungsausschuss ist ein Verbleib in der Prüfungsordnung vom 21. August 2013 möglich.
(3) Studierende, die die vor dem Wintersemester 2015/16 ihr Studium aufgenommen haben
und gemäß der Prüfungsordnung vom 6. Juli 2011 studieren, können auf Antrag an den Prüfungsausschuss in die vorliegende Prüfungsordnung wechseln. Die Überführung in die vorliegende Prüfungsordnung erfolgt auf der Grundlage einer Äquivalenztabelle, die dem Genehmigungsschreiben beigefügt ist.
(4) Die Prüfungsordnung vom 21. August 2013 tritt am 30. September 2015 außer Kraft.
Absatz 2 ist davon unberührt.
Genehmigt, Bremen, den 11. September 2015 Der Rektor
der Universität Bremen
Anlagen:
Anlage 1: Studienverlaufsplan M.Sc. Mathematik
Anlage 2: Modulliste für Wahl- und Wahlpflichtbereich
Anlage 3: Anforderungen in den Anwendungsfächern
Anlage 4: Durchführung von Prüfungen im Antwort-Wahl-Verfahren
Anlage 1: Studienverlaufsplan Masterstudiengang Mathematik
Der Studienverlaufsplan stellt eine Empfehlung für den Ablauf des Studiums dar. Veranstaltungen und Module können von den Studierenden in
einer anderen Reihenfolge besucht werden.
Pflichtbereich, 48 CP
Wahlbereich Mathematik, 48 CP
Wahlbereich
Ergänzungsfach,
9 CP
Wahlpflichtbereich
Anwendungsfach,
15 CP
CP pro
Studien
Jahr
bzw.
Sem.
Wahlbereiche VL-1 und VL-2,
36 CP
Wahlbereich
Sem-3, 12 CP
1. Sem Wahlmodul VL-1
9 CP / W / KP**
Wahlmodul VL-1
9 CP / W / KP**
Module aus
dem Anwendungsfach
15 CP / WP
2. Sem Reading
Course 1
9 CP / P / MP*
Wahlmodul VL-2
9 CP / W /KP**
Wahlmodul VL-2
9 CP / W / KP**
60 CP
3. Sem Reading
Course 2
9 CP / P / MP*
je eine lehrveranstaltungsbasierte
Ausprägung des
Wahlmoduls Sem-3
mit jeweils
6 CP/ W / MP**
Ergänzungsfach
gemäß § 2 (6c)
9 CP/W/ MP*
30 CP
4. Sem Masterarbeit inkl.
Kolloquium
30 CP / P / MP
30
CP
P = Pflichtmodul, WP = Wahlpflichtmodul, W = Wahlmodul, MP = Modulprüfung,
* = Modul wird mit einer Studienleistung (unbenotet) abgeschlossen
** = Modulprüfung / Kombinationsprüfung erfolgt lehrveranstaltungsgebunden.
Anlage 2: Modulliste der Pflicht- und Wahlmodule in der Mathematik
Modulbezeichnung CP MP/TP/KP PL/SL (Anzahl)
48 CP Pflichtbereich Reading Course 1 9 MP SL: 1
Reading Course 2 9 MP SL: 1
Abschlussmodul 30 MP PL: 2
18 CP Wahlbereich VL -
1
Algebra VL-1 9 KP SL: 1 PL: 1
Analysis VL-1 9 KP SL: 1 PL: 1
Numerik VL-1 9 KP SL: 1 PL: 1
Stochastik & Statistik
VL-1
9 KP SL: 1 PL: 1
18 CP
Wahlbereich VL-2 Algebra VL-2 9 KP SL: 1 PL: 1
Analysis VL-2 9 KP SL: 1 PL: 1
Numerik VL-2 9 KP SL: 1 PL: 1
Stochastik & Statistik
L-2
9 KP SL: 1 PL: 1
12 CP Wahlbereich
Sem-3
Algebra Sem-3 6 MP PL: 1
Analysis Sem-3 6 MP PL: 1
Numerik Sem-3 6 MP PL: 1
Stochastik & Statistik
Sem-3
6 MP PL: 1
9 CP Wahlbereich
Ergänzungsfach
Weiteres
Mathematikmodul***
9 MP SL: 1
MP= Modulprüfung, TP= Teilprüfung, KP= Kombinationsprüfung
PL= Prüfungsleistung (= benotet); SL = Studienleistung (= unbenotet)
*** Ggf. Anerkennung eines nicht-mathematischen Moduls gemäß § 2 (6 c).
Anlage 3: Anforderungen in den Anwendungsfächern
a) Studium des Anwendungsfaches Biologie
Studierende des M.Sc. Mathematik belegen Module und Veranstaltungen im Umfang von
15 CP aus dem Angebot der Bachelor- und Masterstudiengänge im Fach Biologie, um die im
Bachelorstudium absolvierten Biologiefächer sinnvoll zu ergänzen und zu vertiefen. Dazu
sollten aus dem B.Sc. Biologie die beiden Veranstaltungen/Module
- ,,Allgemeine Botanik" und ,,Genetik"
gewählt werden, um die methodische Breite der biologischen Grundlagen zu vergrößern.
Weitere Veranstaltungen sollen nach Absprache mit dem FB 2 aus dem übrigen Angebot des
Bachelor-Studienganges Biologie oder aus dem Angebot der Masterstudiengänge in der
Biologie gewählt werden, um auch speziellere Themengebiete zu erfassen oder Vertiefungen
zu ermöglichen.
Prüfungen werden entsprechend der jeweils gültigen Fassung der BiologiePrüfungsordnungen durchgeführt.
b) Studium des Anwendungsfaches Chemie
Studierende des M.Sc. Mathematik belegen die Module und Veranstaltungen
- ,,Physikalische Chemie II": Kinetik und Transportprozesse"
- ,,Organische Chemie I"
- ,,Statistische Thermodynamik" (Teil des Moduls ,,Theoretische Chemie II")
aus dem Bachelorstudiengang Chemie im Umfang von 15 CP. Prüfungen werden
entsprechend jeweils gültigen Fassung der BPO Chemie durchgeführt.
c) Studium des Anwendungsfaches Elektrotechnik
Der Masterstudiengang ,,Elektro- und Informationstechnik (EIT)" ist in fünf
Vertiefungsrichtungen mit zugehörigen Grundlagenpflichtmodulen (GPM),
Vertiefungspflichtmodulen (VPM) und Vertiefungswahlpflichtmodulen (VVM) sowie
Wahlmodule und Praktika gegliedert. Zu jeder Vertiefungsrichtung gibt es im vorangehenden
dritten Jahr des Bachelorstudiengangs EIT entsprechende Grundlagen- und
Vertiefungsmodule.
Studierende des M.Sc. Mathematik wählen zwei Vertiefungsrichtungen für sich aus und
belegen insgesamt vier Module im Gesamtumfang von 15 CP, konkret
- die entsprechenden zwei Grundlagenmodule aus dem 5. Semester des B.Sc. EIT
- sowie zwei darauf aufbauende Veranstaltungen aus dem 6. Semester des B.Sc. EIT
- oder alternativ zwei GPM aus dem M.Sc. EIT oder alternativ ein GPM und ein
zugehöriges VPM aus dem M.Sc. EIT.
Es wird empfohlen, sich vor der Wahl von Veranstaltungen von Lehrenden aus der Elektround Informationstechnik beraten zu lassen.
Prüfungen werden entsprechend der jeweils gültigen Fassung der Prüfungsordnungen zur
Elektro- und Informationstechnik durchgeführt.
d) Studium des Anwendungsfaches Geowissenschaften
Studierende des M.Sc. Mathematik belegen Module im Gesamtumfang von 15 CP. Dazu
können Module aus dem Bachelorstudiengang Geowissenschaften, die im Bachelorstudium
noch nicht absolviert wurden, sowie Module aus den Masterstudiengängen
Geowissenschaften, die für Mathematiker geeignet sind, gewählt werden. Für Mathematiker
geeignete Module und Veranstaltungen (als Teil anderer Module) sind
- ,,Angewandte Geophysik: Methoden + Projekte" (9+6 CP)
- ,,Geotechnische Beschreibung des Untergrunds ­ Ingenieurgeologie" (9 CP)
- ,,Allgemeine + Theoretische Glaziologie"
Aus dem Master Marine Geosciences können belegt werden:
- ,,Climate Change I: Fundamentals" und ,,Climate Change II: Models and Data" (9 CP, 6
CP)
Vor dem Besuch einer ersten Veranstaltung ist mit dem Fachbereich 5 (Geowissenschaften)
ein individuell abgestimmter Veranstaltungsplan festzulegen. Prüfungen werden
entsprechend der jeweils gültigen Fassung der Prüfungsordnungen des Fachbereichs 5
durchgeführt. Soweit einzelne Veranstaltungen anstelle kompletter Module belegt wurden,
werden entsprechend individuelle Prüfungen durchgeführt.
e) Studium des Anwendungsfaches Informatik
Studierende des M.Sc. Mathematik belegen Module und Veranstaltungen im Umfang von 15
CP aus dem Lehrangebot des Bachelor- und des Masterstudiengangs Informatik, davon
müssen Aufbau-Veranstaltungen im Umfang von 6 CP aus dem Modulbereich Praxis gewählt
werden. Es wird empfohlen, sich vor der Wahl von Veranstaltungen von Lehrenden aus der
Informatik beraten zu lassen.
Prüfungen werden entsprechend der jeweils gültigen Fassung der Informatik-Prüfungsordnungen durchgeführt.
f) Studium des Anwendungsfaches Philosophie
Studierende des M.Sc. Mathematik belegen Veranstaltungen im Umfang von 15 CP aus dem
Angebot des Bachelorstudiengangs Philosophie:
- Ein Aufbaumodul im Umfang von 9 CP (2 Veranstaltungen), vorzugsweise Modul T1
(,,Erkenntnis, Sprache, Wirklichkeit") oder Modul T2 (,,Wissenschaft, Methode, Natur") ­
je nachdem, welches dieser Module im Bachelorstudium noch nicht erbracht wurde.
- Zwei Veranstaltungen nach Wahl, zu denen jeweils Prüfungsleistungen entsprechend 3
CP erbracht werden. Diese Veranstaltungen sollen je nach Vorkenntnissen aus dem
Angebot der Basismodule oder der Aufbaumodule gewählt werden. Bereits im
Bachelorstudium absolvierte Angebote dürfen nicht erneut belegt werden.
Es wird empfohlen, über die Auswahl der Module/Veranstaltungen ein Beratungsgespräch
mit einer/einem Lehrenden des Instituts für Philosophie zu führen.
Prüfungen werden entsprechend der jeweils gültigen Fassung der Prüfungsordnungen des
Faches Philosophie durchgeführt. Eine Modulprüfung in Modul T1 oder Modul T2 umfasst in
der Regel eine Hausarbeit (10 Seiten), sonst eine Klausur (2 Stunden) in dem einen Modul,
und den Nachweis der aktiven Teilnahme (z.B. Kurzreferat, Protokoll, kurze mündliche
Prüfung) in dem anderen. Die Prüfungsleistungen entsprechend 3 CP können wie der
Nachweis der aktiven Mitarbeit beispielsweise aus einem Kurzreferat, einem Protokoll oder
einer kurzen mündlichen Prüfung bestehen.
g) Studium des Anwendungsfachs Physik
Studierende des M.Sc. Mathematik belegen Veranstaltungen im Umfang von 15 CP aus dem
Angebot der Studiengänge im Fach Physik. Dafür kommen - sofern noch nicht im
Bachelorstudium belegt - insbesondere infrage:
- Aus B.Sc. Physik: ,,Experimentalphysik 4", ,,Experimentalphysik 5"
- Aus B.Sc. Physik: ,,Theoretische Physik 4", ,,Theoretische Physik 5"
- Aus B.Sc. Physik: ein Physikalisches Wahlfach
- Aus M.Sc. Physik: Veranstaltungen aus einem Physikalischen Wahlpflichtfach
Das Fach Physik bietet den Studierenden im M.Sc. Mathematik zur individuellen
Ausgestaltung des Anwendungsfaches Physik eine Beratung an. Jeder Studierende muss
einen Antrag an den Prüfungsausschuss Physik stellen, welche Physikveranstaltungen er im
Rahmen seines Masterstudiums belegen will.
Prüfungen werden entsprechend der jeweils gültigen Fassung der Prüfungsordnungen des
Faches Physik durchgeführt. Soweit einzelne Veranstaltungen anstelle kompletter Module
belegt wurden, werden entsprechend individuelle Prüfungen durchgeführt.
h) Studium des Anwendungsfaches Produktionstechnik
Studierende des M.Sc. Mathematik belegen Veranstaltungen im Umfang von 15 CP aus dem
Angebot der Bachelor- und Master-Studiengänge Produktionstechnik. Dafür kommen
insbesondere infrage:
- Vertiefungsmodule zu folgenden Vertiefungsrichtungen des M.Sc.
Produktionstechnik: Mechanical Engineering, Materialwissenschaften,
Verfahrenstechnik, Fertigungstechnik bzw. Produktionstechnik in Luft- und
Raumfahrt. Dabei sollten zuvor die entsprechenden Basismodule aus dem B.Sc.
Produktionstechnik absolviert worden sein.
- Basismodule aus dem B.Sc. Produktionstechnik.
Der Fachbereich 4 (Produktionstechnik) bietet den Studierenden im M.Sc. Mathematik zur
individuellen Ausgestaltung des Anwendungsfaches Produktionstechnik eine Beratung an.
Prüfungen werden entsprechend der jeweils gültigen Fassung der Prüfungsordnungen des
Faches Produktionstechnik durchgeführt. Soweit einzelne Veranstaltungen anstelle
kompletter Module belegt wurden, werden entsprechend individuelle Prüfungen
durchgeführt.
i) Studium des Anwendungsfaches Psychologie
Studierende des M.Sc. Mathematik belegen Veranstaltungen im Umfang von 15 CP aus dem
Angebot der Psychologie-Studiengänge im Fachbereich 11 (Gesundheits- und
Humanwissenschaften). Die Studierenden wählen dabei eine der folgenden Varianten, wobei
nur Module gewählt werden können, die im Bachelorstudium noch nicht absolviert wurden:
- Modul 3 ,,Allgemeine Psychologie" (18 CP)
- Modul 4a ,,Biologische Psychologie" (6 CP) und Modul 4b ,,Differenzielle Psychologie"
(6 CP)
- Modul 7 ,,Entwicklungs- und Pädagogische Psychologie" (15 CP)
- Modul 8 ,,Sozialpsychologie, Arbeits- und Organisationspsychologie" (15 CP)
- Modul 9 ,,Psychologische Diagnostik" (15 CP)
- Modul 12 ,,Klinische Kinderpsychologie" (15 CP)
- Modul 13 ,,Neuropsychologie"(15 CP)
- Modul 14 ,,Fortbildung und Beratung" (15 CP)
- Modul 15 ,,Rechtspsychologie" (15 CP)
- Modul 16 ,,Methodik, Evaluation und Qualitätssicherung" (15 CP)
Der Studiengang Psychologie muss sich vorbehalten, den Zugang zu einzelnen Modulen
ggf. aus Kapazitätsgründen einzuschränken. Es muss bei allen o.a. Wahlentscheidungen
jeweils die reguläre Modulprüfung abgelegt werden.
Anlage 4: Durchführung von Prüfungen im Antwort-Wahl-Verfahren
§ 1
Durchführung von Prüfungen im Antwort-Wahl-Verfahren
(1) Eine Prüfung im Antwort-Wahl-Verfahren liegt vor, wenn die für das Bestehen der Prüfung mindestens erforderliche Leistung der Prüfungskandidatinnen und Prüfungskandidaten
ausschließlich durch Markieren oder Zuordnen der richtigen oder der falschen Antworten
erreicht werden kann. Prüfungen bzw. Prüfungsfragen im Antwort-Wahl-Verfahren sind nur
zulässig, wenn sie dazu geeignet sind, den Nachweis zu erbringen, dass die Prüfungskandidatin oder der Prüfungskandidat die Inhalte und Methoden des Moduls in den wesentlichen
Zusammenhängen beherrscht und die erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten anwenden
kann. Eine Prüfung im Antwort-Wahl-Verfahren ist von einer Prüferin bzw. einem Prüfer gemäß § 27 AT BPO vorzubereiten. Die Prüferin bzw. der Prüfer wählt den Prüfungsstoff aus,
formuliert die Fragen und legt die Antwortmöglichkeiten fest. Ferner erstellt sie bzw. er das
Bewertungsschema gemäß Absatz 4 und wendet es im Anschluss an die Prüfung an. Der
Abzug von Punkten innerhalb einer Prüfungsaufgabe im Mehrfach-Antwort-Wahlverfahren ist
zulässig.
(2) Die Prüfungsfragen müssen zweifelsfrei verstehbar, eindeutig beantwortbar und dazu
geeignet sein, die gemäß Absatz 1 Satz 2 zu überprüfenden Kenntnisse der Kandidatinnen
und Kandidaten festzustellen. Die Prüferin bzw. der Prüfer kann auch einen Pool von gleichwertigen Prüfungsfragen erstellen. In der Prüfung erhalten Studierende aus diesem Pool
jeweils unterschiedliche Prüfungsfragen zur Beantwortung. Die Zuordnung geschieht durch
Zufallsauswahl. Die Gleichwertigkeit der Prüfungsfragen muss sichergestellt sein. Die Voraussetzungen für das Bestehen der Prüfung sind vorab festzulegen. Ferner sind für jede
Prüfung
- die ausgewählten Fragen,
- die Musterlösung und
- das Bewertungsschema gemäß Absatz 4
festzulegen.
(3) Die Prüfung ist bestanden, wenn die Kandidatin oder der Kandidat mindestens 50 Prozent der insgesamt erreichbaren Punkte erzielt hat. Liegt der Gesamtdurchschnitt der in einer Prüfung erreichten Punkte unter 50 Prozent der insgesamt erreichbaren Punkte, so ist
die Klausur auch bestanden, wenn die Zahl der von der Kandidatin oder dem Kandidaten
erreichten Punkte die durchschnittliche Prüfungsleistung aller Prüfungsteilnehmer um nicht
mehr als 15 Prozent unterschreitet. Ein Bewertungsschema, das ausschließlich eine absolute Bestehensgrenze festlegt, ist unzulässig.
(4) Die Leistungen sind wie folgt zu bewerten: Wurde die für das Bestehen der Prüfung gemäß Absatz 3 erforderliche Mindestzahl der erreichbaren Punkte erzielt, so lautet die Note
,,sehr gut", wenn mindestens 75 Prozent,
,,gut", wenn mindestens 50 aber weniger als 75 Prozent,
,,befriedigend", wenn mindestens 25 aber weniger als 50 Prozent,
,,ausreichend", wenn keine oder weniger als 25 Prozent
der darüber hinaus erreichbaren Punkte erzielt wurden.
(5) Erweist sich bei der Bewertung von Prüfungsleistungen, die nach dem Antwort-WahlVerfahren abgelegt worden sind, eine auffällige Fehlerhäufung bei der Beantwortung einzelner Prüfungsaufgaben, so überprüft die Prüferin oder der Prüfer die Prüfungsaufgabe mit
auffälliger Fehlerhäufigkeit unverzüglich und vor der Bekanntgabe von Prüfungsergebnissen
darauf, ob sie gemessen an den Anforderungen gemäß Absatz 2 Satz 1 fehlerhaft sind.
Ergibt die Überprüfung, dass einzelne Prüfungsaufgaben fehlerhaft sind, sind diese Prüfungsaufgaben nachzubewerten oder bei der Feststellung des Prüfungsergebnisses nicht zu
berücksichtigen. Die Zahl der für die Ermittlung des Prüfungsergebnisses zu berücksichtigenden Prüfungsaufgaben mindert sich entsprechend. Die Verminderung der Zahl der Prüfungsaufgaben darf sich nicht zum Nachteil der Studierenden auswirken. Übersteigt die Zahl
der auf die zu eliminierenden Prüfungsaufgaben entfallenden Punkte 20 Prozent der insgesamt erreichbaren Punkte, so ist die Prüfung insgesamt zu wiederholen; dies gilt auch für
eine Prüfungsleistung, in deren Rahmen nur ein Teil im Antwort-Wahl-Verfahren zu erbringen ist.
(6) Besteht nur ein Teil einer Klausur aus Prüfungsaufgaben im Antwort-Wahl-Verfahren, so
gilt diese Anlage mit Ausnahme von Absatz 5 Satz 5 2. Halbsatz nur für den im AntwortWahl-Verfahren erstellten Klausurteil.
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